Geschichte

1996 begannen die ersten Hilfsaktionen, die 2009 zur Gründung des Vereins "Die Wiege e.V." führten.  Andrea Berg, damals schon sehr erfolgreiche Schlagersängerin und Karin Meincke, Oberin der DRK-Schwesternschaft Krefeld, beschlossen, all ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, um Menschen in Not zu helfen. Die Freundschaft von Andrea Berg und Karin Meincke bekam dadurch nochmals eine ganz neue Bedeutung.

Polen

1996 lernte die DRK-Schwesternschaft Krefeld e.V. Behindertenzentren und Krankenhäuser rund um die Region Gorzow in Polen kennen. Unterstützt von Krefelder Feuerwehren, verschiedenen DRK-Organisationen, polnischen und deutschen Fußballmannschaften, Persönlichkeiten aus dem Showgeschäft und vielen, vielen freiwilligen Helfern begann eine Serie von Hilfstransporten, die bis 2006 andauerten. Geld- und Sachspenden, vor allem aber die unendlich vielen Stunden, die freiwillige Helfer spendeten, um die Transporte vorzubereiten und die riesigen LKW zu fahren, waren unschätzbare Hilfen. Benefizkonzerte und -fussballspiele sind zwei weitere Beispiele für engagierte Hilfe.

Während der vielen Besuche in Polen lernte die Schwesternschaft auch immer wieder Familien und Einzelschicksale kennen, zu denen der Kontakt bis heute besteht.

 

Beispiele für Hilfen

 


 

Mirek

Mirek wurde 1993 ohne Arme und Beine geboren. Ab 1997 wurde der Familie geholfen. Die Wohnung wurde barrierefrei umgebaut, Mirek erhielt einen elektrischen Rollstuhl, den er mit dem Mund bedienen konnte und viele Hilfsmittel mehr. Im Laufe der Jahre wurden die Hilfsmittel seinem Wachstum angepasst. Heute ist Mirek 19 Jahre alt und hat Dank der Unterstützung seinen Schulabschluss geschafft.

1997 2004 2010

 

Jakub

Jakub ist spastisch gelähmt und galt als blind. Dank finanzieller Unterstützung konnten spezielle Augenuntersuchungen gemacht werden und Jakub mit einer Sehhilfe versorgt werden, die ihm das Sehen ermöglichte. Es fand sich in Deutschland ein Ehepaar, das die Patenschaft für Jakub übernahm und bis heute spezielle physiotherapeutische Maßnahmen finanziert.

 

Karolinka

Karolinka war damals 4 Jahre alt und hatte sich im Kinderbett stranguliert. Seit diesem tragischen Unfall liegt Karolinka im Wachkoma. Die Eltern leben mit dem Kind in einem winzigen Dorf, weitab vom nächsten Krankenhaus. Über Spenden konnte der Familie ein Sauerstoffkonzentrator, ein Absauggerät sowie das notwendige Zubehör gekauft werden.


 

Nigeria

1999 gründete Edeltraut Obi, die Schwester von Karin Meincke, in ihrem Heimatdorf Nkpologwu/Nigeria ein kleines Krankenhaus und wurde durch die DRK-Schwesternschaft bei der Einrichtung unterstützt. Kurz vor ihrem Tod 2003 bat sie noch darum, dass das Krankenhaus nicht vergessen wird und sich von Deutschland weiter um das kleine Hospital gekümmert wird.

2006 gelang es, Dr. Klaus Broicher, den ehemaligen Chefarzt für Innere Medizin des Cäcilien-Hospitals in Krefeld-Hüls, zu gewinnen, sich in Nkpologwu ehrenamtlich zu engagieren. Seitdem fliegt er 2 x im Jahr nach Nigeria und arbeitet in dem mittlerweile nach der verstorbenen Gründerin benannten „Edeltraut Memorial Community Hospital“.

Ihm gelang es auch die Hilfe für Nkpologwu zu erweitern. Die katholische Kirchengemeinde St.Cyriakus in Krefeld Hüls, action medeor und die Schwesternschaft kümmern sich seit dieser Zeit gemeinsam um das kleine Krankenhaus. Das Hilfsbündnis führt zu weiteren Projekten.

 

 


 

Gründungsgeschichte Die Wiege e.V.

David

* 25.3.09 Enugu † 22.07.09 Enugu

Am 25. März 2009 erblickte David im Krankenhaus von Enugu/Nigeria mit kaum 1000 g Körpergewicht und 34 Zentimeter Länge das Licht der Welt. In einem medizinisch unterversorgten Land wie Nigeria bedeutet dies eine geringe Überlebenschance. Innerhalb einer Stunde, nachdem in Krefeld die Bitte um Unterstützung eingegangen war, bildete sich aus dem schon seit über zehn Jahren bewährten Netzwerk aus Hilfsexperten ein genau für diese Situation zugeschnittenes Projektteam.
Spezialisierte Ärzte und Schwestern aus Deutschland versetzten das Team vor Ort mit vielen Informationen zur Betreuung und Pflege Frühgeborener in die Lage, das neue Leben zu retten.

Es folgten mehrere Wochen regen Austausches zwischen dem nigerianischen und dem deutschen Team. Alle standen rund um die Uhr zur Verfügung.

Als Komplikationen auftraten, für die entsprechende Mittel nicht zu Verfügung standen, wurde über das Netzwerk ein Pilot gefunden, der innerhalb von 24 Stunden ganz unbürokratisch notwendige Hilfsgüter mitnahm.

Der kleine Kämpfer David entwickelte sich gut und durfte mit 2700 g nach Hause. Dort nahm er weiter zu und dann, als alle dachten, er habe es geschafft, kam die traurige Nachricht von seinem plötzlichen Kindstod.

Allen, die Davids kurzes Leben begleitet hatten, war klar, Davids Tod durfte nicht umsonst gewesen sein. So reifte der Entschluss, auch in Zukunft die Hilfskräfte zu bündeln, und der Verein „Die Wiege“ wurde gegründet.

Der Name „Die Wiege“ erinnert an den kleinen Jungen aus Nigeria.

4 Tage - 975g 50 Tage - 1.910g 12 Wochen 2.700g Die Originalzeichnung der Künstlerin Alla Grande ist in der Erlöserkirche Krefeld ausgestellt

 

 

Weitere Projekte

 

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