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"Spinnstdu" spuckt Spenden

Schlagerkönigin Andrea Berg und ihre Fans haben nach zwölf Monaten Bühnenshow „Seelenbeben“ einen ganz besonderen Abschied von Tourdrachen und Maskottchen namens „Spinnstdu?“ genommen. Das riesige Urzeittier wurde zerlegt und Stück für Stück gegen Spende an ihre Fans abgegeben. Über 6000 Euro kamen zusammen, die an den Krefelder Verein „Die Wiege“ gehen, dessen Schirmherrin Berg ist. „Einfach unglaublich“, lautet der Kommentar der Künstlerin am Abend über die Spendenfreude ihrer vielen tausend Anhänger für den guten Zweck.

Es ist der dritte Tag ihrer Konzerte „Heimspiel“ am Wohnort in Kleinaspach. „Andrea hat es nicht übers Herz gebracht, die riesige Bühnendeko einfach zu entsorgen“, sagt ihr Mann Uli Ferber mittags auf der Bühne. „Die ,Wiege` ist ihre Herzensangelegenheit.“

So durften 300 Fanclubmitglieder zum Schluss noch einmal auf das Podium, ganz in die Nähe des Drachens. Dann griffen die Bühnenarbeiter zu den elektrischen Sägen und die vielen tausend Fans kamen zum Stand der vierköpfigen Krefelder Delegation der „Wiege“. Der Strom der Menschen, die – gegen Spende – bei 34 Grad im Schatten anstanden, den „Gutschein für ein Drachenstück“ erwarben und dieses dann mit der Unterschrift der Sängerin nach Hause tragen wollten, nahm erst nach viereinhalb Stunden ab. Während der gleichen Zeit signierte die Künstlerin.

Die Krefelderin Tanja Convent-Lorentz ist mit Tochter Leia (7) ins Stadion nach Kleinaspach in Baden-Württemberg gekommen. „Hier herrscht wie immer eine super Stimmung, wir sind total begeistert, sagtsie-“ Natürlich nehmen auch die beiden ein Drachenstück mit nach Hause. „Ich kenne ja die ,Wiege`“, sagt die Mutter.

Bei Petra Dautzenberg und Marita Lawaczek aus Schiefbahn ist es das gleiche: „Ich bin jetzt das sechste Mal hier“, berichtet Dauzenberg. „Die Konzerte sind immer schön, sogar als Andrea Berg vor vielen Jahren in Grefrath auftrat und noch nicht so berühmt war. Sie ist so natürlich und sympathisch.“ Lawaczek findet: „Die Musik ist toll, auch wie sie die Lieder `rüberbringt. Andrea Berg hat keine Berührungsängste.“

Bürgermeisterin Karin Meincke ist Bergs Freundin und zudem Vorstandsmitglied der „Wiege“. Sie sagt: „Dies ist eine supertolle Aktion von Andrea. Sie hat genau das richtige Gefühl für die Fans, die genauso wie ihr Idol etwas Gutes bewirken wollen.“ Nach einem Tourjahr mit „Spinnstdu?“ hätten jetzt alle noch viel Spaß am Ende des „Heimspiels“ gehabt, erklärt sie weiter.

Was mit dem Geld passiert, werden die Verantwortlichen von „Die Wiege“ bestimmen. Das Netzwerk von engagierten Menschen für Hilfsprojekte, wird es dort einsetzen, schnell und unbürokratisch helfen, wo öffentliche Maßnahmen und Kostenträger nicht mehr ziehen. Meincke: „Alle Spenden werden ausschließlich für satzungsgemäße Zwecke verwendet.“

Link zum Event in Kleinaspach:

http://stadtfernsehen-krefeld.de/0215-andrea-berg-spendet-drachenabschied-vom-seelenbeben/

 

Ökumenische Feier in der Erlöserkirche Krefeld

"Für das Leben und gegen das Vergessen"

Am 20.11.2010 fand in der Erlöserkirche in Krefeld eine ökumenische Feier "Für das Leben und gegen das Vergessen" statt. Kurze Zeit vorher war die kleine Kaloise im Alter von 9 Jahren verstorben. Mitglieder des Vereins die Wiege haben die Familie während der Zeit des Abschiednehmens und darüber hinaus begleitet. Zur Beerdigung von Kaloise ließ es sich Ruth Wamuyu, eine der bekanntesten kenianischen Sängerinnen, nicht nehmen nach Deutschland zu kommen, um für sie zu singen. Kaloise hat mit ihrer wunderschönen Stimme immer die Lieder von ihr gesungen. Sogar einmal für den kenianischen Staatspräsidenten. Zur gleichen Zeit war auch der "David-Song" von Dr. Wolfgang Jachtmann fertig geworden, ebenso wie das von der Künstlerin Alla Grande gezeichnete Bild des kleinen Davids aus Nigeria. Da der kleine David so viele Menschen vereint hat und somit der eigentliche Vereinsgründer ist, sollte auch sein Bild einen besonderen Platz erhalten. Diesen fanden wir in der Erlöserkirche in Krefeld, in die auch tagtäglich Kinder kommen. In der Feier standen somit die Bilder von zwei Kindern, die in ihrem viel zu kurzen Leben so vielen Menschen Freude bereitet haben und mit ihrem Tod soviel Trauer, über Grenzen und Kontinente hinweg hinaus ausgelöst haben.

www.youtube.com/watch

 

Thurid

Zu Beginn des Jahres 2010 wurde eine Bitte  an die Wiege herangetragen: Traum der todkranken Thurid war, ihren größten Schwarm, Kafi Biermann von den Bläck Föös, persönlich kennen zu lernen. Andrea Berg hat diesen Wunsch zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht und bereits im gleichen Monat bekam Thurid Besuch von Andrea und "Ihrem Engel". Diesem ersten Treffen folgten folgten die verschiedensten Kontakte. SMS, Telfonanrufe von Kafi, Emails, weitere Besuche von Kafi und drei Besuche von Konzerten. Im Februar 2012, bevor Thurid am 1.April im Alter von 17 Jahren starb,  traf Sie "ihren Kafi" das letzte Mal bei einem Konzert. Er wechselte seinen Platz auf der Bühne, damit er vor Thurid stand und begrüßte sie namentlich vor vielen tausend Menschen. Dank Andrea Berg konnte Thurid ein Traum erfüllt werden, der ihr für die letzten Tage und Wochen viel Kraft gegeben hat.  

 

Joel

Joel wurde im Oktober 2009 als winziges Frühchen geboren und seine Chancen zu überleben waren gering. Im Frühjahr 2010 nahmen ihn seine Eltern nach Hause, da Joel aus medizinischer Sicht nur noch kurze Zeit zu leben hatte. Sie wollten, wenn sie ihn schon nicht behalten konnten, dass er in den Armen seiner Eltern und in seinem Zuhause die letzten Tage und Stunden verbringt. Die Liebe seiner Eltern, die aufopferungsvolle Pflege und seine liebevoll eingerichtete Umgebung wirkten Wunder. Der Zustand von Joel hat sich Woche für Woche und Monat für Monat gebessert. Im Oktober, mit Wegfall des Elterngeldes wurde es für die Familie schwer, denn mit einem schwerkranken Kind braucht man häufig mehr als die Kostenträger finanzieren. Die Wiege hat dann an der einen oder anderen Stelle finanziell geholfen und der Familie auch durch persönliche Kontakte zur Verfügung gestanden. Wann immer Andrea Berg in der Nähe der Familie ist, versucht sie den kleinen Joel zu besuchen. Bis heute hat sich Joel prächtig gemausert und macht seinen Eltern und allen, die ihn kennen viel Freude. Er wird aber immer auf Hilfe angewiesen sein und auf Menschen die finanzielle Unterstützung geben, wenn eine besondere Maßnahme erforderlich wird. 

Joel Oktober 2012
Oktober 2009: Joel auf der Intensivstation Dezember 2010: Joel zu Hause mit seiner Mutter,
Andrea Berg, Nikolaus und Knecht Ruprecht
Advent 2011: Joel mit seinem Vater, Andrea Berg
und dem Vorsitzenden der Wiege, Klaus Abbelen
Joel Oktober 2012

 

Elizabeth

Die kleine Elizabeth war nur 9 Monate alt, als sie in den frühen Morgenstunden Ende Dezember 2010 starb. Kurze Zeit danach rief die Kinderkrankenschwester an, die die Eltern und das Baby begleitet hatte, dass die Eltern nicht das Geld für eine Erdbestattung hätten und ebenfalls ein Kostenträger dafür nicht zur Verfügung stände. Innerhalb von einer halben Stunde entschied der Vorstand der Wiege, zunächst die Bürgschaft für die Beisetzung des kleinen Mädchens gegenüber dem Bestatter zu übernehmen, um dann in Ruhe andere Möglichkeiten der Finanzierung zu prüfen. Innerhalb weniger Tage bildete sich ein Netzwerk von Menschen und Institutionen, das die Kosten getragen hat. Mitglieder der Wiege haben, gemeinsam mit der Familie und der Seelsorgerin, die Trauerfeier mitgestaltet und die Familie auf dem schweren Weg zur Beisetzung begleitet. Die Wiege hat die Grabgestaltung unterstützt und einen Schreiner gefunden, der ein wunderschönes Kreuz gearbeitet und gespendet hat.

 

Parusha

Die zuständige Pflegekraft wandte sich, mit der Bitte um Anschaffung eines behindertengerechten Autos für die mehrfach schwerbehinderte und auf den Rollstuhl angewiesene Parusha und ihre Familie, an „Die Wiege“.
Die Familie hatte zwar ein Auto, darin fanden aber immer nur fünf Familienmitglieder Platz. Hinzu kam, dass die mittlerweile 15-jährige und über 50 kg schwere Parusha immer in den Wagen gehoben werden musste, da eine rollstuhlgerechte Ausstattung nicht gegeben war. Außerdem wurde das Auto TÜV-fällig und war fast nicht mehr zu reparieren. Der Vater der sehr bescheidenen Familie war als Alleinverdiener für die sechsköpfige Familie auf ein Auto angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Von seinem kleinen Gehalt als ungelernter Arbeiter konnte er sich für diesen Zweck allenfalls einen kleinen gebrauchten Wagen zusammensparen und das Problem mit Parusha war damit auch nicht gelöst.
„Die Wiege e.V.“ und weitere Institutionen konnten der Familie das notwendige Fahrzeug finanzieren: einen sehr gut erhaltenen gebrauchten Bus, mit elektrischer Hebebühne für Parushas Rollstuhl.
Für ihre Familie ging ein unfassbarer Traum in Erfüllung. Der erste Ausflug ging zu Verwandten, was seit Jahren nicht möglich gewesen war. Alle, inklusive Parusha mit ihrem Rollstuhl und weiteren Hilfsmitteln, hatten endlich Platz in einem Fahrzeug. Das Wichtigste war, dass Parusha schmerzfrei und ohne Probleme in den Bus gefahren und der Rollstuhl sicher befestigt werden konnte.
 

 

 Dr. Otto Paulitschek „Krefelder Hilfe für Tondo“

Seit über 26 Jahren arbeitet der heute 93-jährige Dr. Otto Paulitschek, ehemaliger Chefarzt der Chirurgie am Krankenhaus Maria Hilf in Krefeld, ehrenamtlich in Manila auf den Philippinen. Nachdem er in den Ruhestand ging, initiierte er die „Krefelder Hilfe für Tondo“, die sich insbesondere um die Behandlung von Lepra- und Tuberkulosekranken kümmert. Unzählige Male hat er Container mit wichtigen Hilfsgütern gepackt, verschifft und sich auf eigene Kosten vor Ort darum gekümmert, dass auch alle Dinge richtig ankommen und verwendet werden.

Andrea Berg kennt Dr. Paulitschek noch aus seiner aktiven Zeit am Krankenhaus Maria Hilf in Krefeld. Er hatte ihr als Schülerpraktikantin ermöglicht, auch mal einen Operationssaal kennen zu lernen.
Sie hörte von dem Anliegen ihres ehemaligen Chefs, das San Damian Center in Bagong Silang fertig zu stellen.
In diesem Zentrum geht es vor allem um Hilfe für Behinderte, unterernährte Kinder, schwangere Frauen und die unentgeltliche Behandlung von Kranken. Über das Angebot der Schulspeisung sollen Familien mit ihren Kindern gebunden werden, das Schulangebot zu nutzen. Den größten Teil des benötigten Geldes hatte er bereits gesammelt. Mit dem deutschen Pater Harald Adler sscc hatte Dr. Paulitschek auch die richtige verantwortungsbewusste Persönlichkeit für die Leitung des Zentrums gefunden. Es fehlten noch 10.000 €, um das Zentrum fertig zu stellen. Andrea Berg und Klaus Abbelen von „Die Wiege e.V.“ und Ulrich Stirken vom „Förderverein Günter Stockhausen Krefeld e.V.“ überreichten „Doc Otto“, wie er in Manila genannt wird, im Juli 2011 jeweils 5.000 €. Damit wurde dem Initiator der „Krefelder Hilfe für Tondo“ eine riesige Last von den Schultern genommen. Der zehnte Neubau, das Gemeinde - Zentrum für 60.000 Slumbewohner der philippinischen Metropole Manila, bietet jetzt seit Mai 2012 den Ärmsten seine Hilfe an. 
 

 
Das Hilfsnetzwerk der Wiege e.V. hilft Säureattentatsopfer

Ab Juni 2011 war es eine Gemeinschaftsaktion, an deren Ende für einen Menschen ein Neustart in das Leben entstand: Der Krefelder Verein „Die Wiege“, die DRK Schwesternschaft Krefeld, und die Stiftung „Gesicht“ des früheren Chefarztes für Gesichtschirurgie am Uerdinger Krankenhaus, Prof. Dr. Heinz Gerhard Bull, haben gemeinsam eine Hilfsaktion für den Nigerianer Christopher Aniekwe durchgeführt. Sie organisierten und finanzierten für den 52-Jährigen den Transport nach und den Aufenthalt in Deutschland sowie mehrere Operationen: Er war durch ein Säure-Attentat in seiner Heimat im Jahr 2009 schwer entstellt und hatte das rechte Auge verloren.
Über eine Epithese – ein künstliches Gesichtselement – ist es gelungen, die verletzte Augenhöhle und die rechte Gesichtshälfte wieder so weit herzustellen, dass die Verletzungen wesentlich weniger offensichtlich sind und „die Menschen mich jetzt wieder ohne Schwierigkeiten erkennen“, beschreibt Aniekwe, was ihn so freut.
Medizintechnisch und von der Chirurgenkunst her waren die insgesamt vier Operationen „sehr komplex“, beschreibt Professor Bull, der mit Prof. Claus-Udo Fritzemeier eine deutsche Koryphäe auf dem Gebiet der Epithetik zu den Operationen hinzu geholt hatte. Zuerst wurden vier Titanelemente in die Knochen um die Augenhöhle implantiert, dann mussten die Wunden heilen. Danach wurden an das Metall Magnet-Stückchen geschraubt, die jetzt über Gegenstücke das künstliche Auge mit seiner der Haut nachempfundenen Umgebung am Platz halten, so dass die Höhle komplett abgedeckt ist.
Mehr als neun Monate war der vierfache Vater Aniekwe in Krefeld – wenn er nicht in der Klinik war, hatte er bei Karin Meincke und ihrem Mann Reimund gelebt.
Die Operationen haben nicht nur kosmetische Effekte gebracht, sondern die Erfolge gehen tiefer: Er könne jetzt wieder am sozialen Leben in seiner Heimatstadt Nkpologwu teilnehmen, wieder anfangen zu arbeiten, was er lange nicht konnte: „Es ist wie ein neuer Start in mein Leben!“. Ende April 2012 ging es für ihn nach Hause. Er freute sich darauf, nach so langer Zeit seine Frau Frau und Kinder wieder zu sehen, mit denen er telefoniert hat: „Sie freuen sich für mich und sind glücklich“.
Andrea Berg hat Christopher Aniekwe direkt am Tag seiner Ankunft in Deutschland begrüßt und sich anschließend immer persönlich oder telefonisch nach seinem Wohlergehen erkundigt. Ein Highlight für Christopher war auch sein Besuch ihres Konzertes in Oberhausen am 31. März 2012. 
 

 

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