Parusha

Die Hilfe für die kleine Parusha erwies sich als grenzübergreifend. Ihre Pflegekraft wandte sich mit der Bitte um ein behindertengerechtes Auto für das mehrfach schwerbehinderte und auf den Rollstuhl angewiesene Mädchen und ihre Familie an die Verantwortlichen der Wiege.

Die Eltern besaßen zwar ein Auto, darin gab es aber immer nur für fünf der sechs Familienmitglieder Platz. Hinzu kam, dass die mittlerweile 15-jährige und über 50 Kilo schwere Parusha stets in den Wagen gehoben werden musste, da eine rollstuhlgerechte Ausstattung nicht existierte. Außerdem war der Wagen mehr als altersschwach.

Der Vater war als Alleinverdiener für die sechsköpfige Familie auf ein Auto angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Von seinem kleinen Gehalt konnte er sich bestenfalls einen kleinen gebrauchten Wagen zusammensparen. An einen behindertengerechten Wagen für Parusha war nicht zu denken.

Die Wiege und weitere Institutionen in Krefeld legten dann zusammen und schafften es, der Familie das notwendige Fahrzeug zu finanzieren. Es handelte sich um einen sehr gut erhaltenen gebrauchten Bus, mit der dringend notwendigen elektrischen Hebebühne für Parushas Rollstuhl.

Das Auto hatten Andrea Berg und ihr Mann Uli Ferber in einer Werkstatt in Schweden gefunden und dann nach Deutschland überführt. Für die Familie ging ein unfassbarer Traum in Erfüllung. Ihren ersten Ausflug machten sie zu Verwandten. Das war seit Jahren nicht möglich gewesen.

Nun fand die gesamte Familie, inklusive Parusha mit ihrem Rollstuhl und weiteren Hilfsmitteln, endlich Platz in einem Fahrzeug. Das Wichtigste war, dass Parusha mit Hilfe der Wiege nun schmerzfrei und ohne Probleme in den Bus gefahren und der Rollstuhl sicher befestigt werden konnte.

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